BZÖ Gemeinderat Reinhard Reiman stimmte als einziger in allen Punkten gegen (Mittelfristiger Haushaltsplan/Gesamthaushaltsplan) den Budget-Voranschlag 2011.
In seiner Budgetrede zum Linzer Haushaltsplan 2011 kritisierte Reiman den in den Himmel wachsenden Schuldenturm der Stadt Linz. Er rügte den verantwortlichen Finanzstadtrat Mayr (SPÖ), dass er die dramatische Situation verkenne und ignoriere, stattdessen aber eine "Schuldenverherrlichung" betreibe. Einen Schuldenstand von bereits € 1 Milliarde und eine pro Kopf-Verschuldung von ca € 5.400,- könne man nicht einfach auf die "Finanzkrise", die Reiman als das weltweit größte Kapitalverbrechen bezeichnete, schieben. Auch dem Argument, die Stadt investiere ja auch, erteilte Reiman eine klare Absage, denn schließlich kaufe Linz ja faktisch alles mit Krediten, die schließlich auch besichert werden müssten, so der Linzer Gemeinderat. Er kritisierte insbesondere, dass sich die Geldpolitik einer Bankendiktatur ausgeliefert habe und dass Finanzpolitiker auf allen Ebenen mit öffentlichen Geldern im globalen "Wetten, dass.." - Casino spekuliert hätten - So auch der Linzer Finanzstadtrat, der mit hochriskanten Finanzspekulationen (Swap/Termingeschäfte) die Stadt noch weiter in den Abgrund gerissen habe. Insgesamt forderte Reiman zu einem Umdenken auf. Es müsse das Geldsystem komplett neu überdacht werden, will man bedrohliche Eskalationen in Zukunft vermeiden, denn ein "Naturgesetz" sei dieses System nicht, wie auch Bernhard Felderer, der Direktor des Staatsschuldenausschusses, folgerichtig feststellte. Denn es sei überhaupt nicht einzusehen, warum öffentliche Aufgaben mit zinsbelasteten Krediten finanziert werden müssen, die schließlich über den steuerzahlenden Mittelstand wieder eingetrieben werden, so Reinhard Reiman. Er lehnte das Budget 2011 mit klaren Worten ab, weil Verschuldungsbereitschaft und Verschuldungsfähigkeit der Stadt Linz an ihre Grenzen gestoßen sind.


