Rote Aufsichtsrätin beklaut Linzer Flughafen
- Linzer Kontrollamtsbericht bestätigt -
697.000 Euro(!) veruntreute eine Flughafen Linz Aufsichtsrätin, die gleichzeitig auch Angestellte des Unternehmens war. Die Schadenssumme beträgt laut KPMG-Berechnung in etwa 905.000 Euro(!). Die diebische Elster konnte Medienberichten zufolge über mehrere Jahre lang hinweg Geld aus der Parkraumbewirtschaftung abzweigen.
Pikantes Detail am Rande: Die Flughafen Linz Gesmbh gehört jeweils zu 50% der Stadt Linz und zu 50% dem Land Oberösterreich. Und da in der Regel derartige Posten in Oberösterreich politisch besetzt werden, müssen wir davon ausgehen, dass die Betreffende aus dem Dunstkreis des politischen Establishments kommt. In Wirklichkeit ist jene Person der "roten Reichshälfte" zuzuordnen. Das ist fix. Doch solange man die Dame der Öffentlichkeit vorenthält und diesen Kriminalfall in einen Mantel des Schweigens hüllt, bleibt dieser politisch höchst brisante Vorfall ein offenens Geheimnis. Wohlgemerkt, Aufsichtsrätinnen des Linzer Flughafens gibt es ja nicht wie Sand am Meer.
Wie auch immer, bei all dem peinlichen Dilemma wird aber ein wesentlicher Punkt zu Tage befördert, der höchst aufklärungsbedürftig erscheint. Wie ist es möglich, dass 697.000 Euro de facto unbemerkt an der Buchhaltung und/oder an den Kontrollsystemen vorbei geschleust werden können? Wir nehmen doch sehr wohl an, dass ein Flughafen mit den besten und sichersten Systemen ausgestattet ist? Oder anders herum gefragt: Wie sicher ist denn dann ein Flughafen, dem man so mir nichts dir nichts 697.000 Euro klauen kann? Selbst bei der Parkraumbewirtschaftung setzt man heute in der Regel High-Tech-Geräte ein, die jede Bewegung elektronisch aufzeichnen und Daten speichern, die nur von befugten Personen abgefragt werden dürfen bzw. können. Es ist auch kaum vorstellbar, dass x-beliebige Angestellte an den Geräten herumfummeln können. Eine Manipulation müsste auf jeden Fall sofort auffallen, es sei denn, die kriminelle Aktion wurde von anderer Seite gedeckt.
Da der Flughafen Linz zu 100% im Besitz der öffentlichen Hand ist, hat dieser Kriminalfall nunmehr eine doppelt schwerwiegende Bedeutung erlangt und längst eine politische Dimension erreicht, die abermals die politische Unkultur und den damit verbundenen Machtmissbrauch in unserem Land OÖ aufzeigt. Denn immerhin wurde nicht nur eine Firma bestohlen, sondern indirekt auch der steuerzahlende Bürger geschädigt.
Es drängen sich daher die Fragen auf: Warum wird ein derart großes Geheimnis um diese Person gemacht, wer hat Angst vor der Veröffentlichung und kann es sein, dass weitere Personen in diese Kriminalgeschichte à la Blue Danube verwickelt sind?
Diesbezüglich fordere ich umgehend eine lückenlose Aufklärung, die ebenso eindeutige Zuordnung der politischen Verantwortung, denn immerhin besetzte die Frau einen ihr anvertrauten öffentlichen Posten (Man stelle sich bloß vor, wie die Schlagzeilen aussehen würden, wäre die Täterin der Oppositionspolitik zuzuordnen) und die umgehende Abkehr von der Geheimnistuerei um die betreffende Person, die ja übrigens bereits ein Teilgeständnis abgelegt haben soll.


