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Anhand des Griechenland-Desasters wird wieder einmal offenkundig, dass die mächtigen Banken-Bosse die gesamte Welt im Würgegriff halten und dass das heutige Bankensystem ein dichtes Netz von Abhängigkeiten geworden ist. Die Herren des Geldes haben es verstanden, unser aller Tauschmittel „Geld“ zu einer x-beliebigen Ware zu machen, die ohne wenn und aber von A nach B - je nach Aussicht auf Zinsgewinn – verschoben werden kann. Dass jedoch an die gedruckten Geldscheine nicht nur Leistungsabfindungen, sondern vor allem auch Mühen und Sorgen des Alltags eines arbeitenden Bürgers geknüpft sind, scheint die Kapitalwirtschaft kaum mehr zu interessieren. Ihre Begierde ist alleinig der Zins – ein an und für sich leistungsloser Lohn, der exponentiell wächst und über das raffinierte Geldsystem sowie über Steuern eingehoben wird. Dieser Zins erfordert jedoch ein ebenso permanentes Wachstum der Wirtschaft, weshalb der arbeitende Mensch regelrecht dazu verdammt wurde, immer höhere Leistungen zu erbringen – ein perfektes Sklavensystem also, dem kaum jemand mehr entrinnen kann. Der lange Arm der Banken reicht bis in unsere Wohnzimmer, wodurch der Druck auf die leid geplagten Menschen immer unerträglicher wird. Hinzu kommt die Angst vor dem Versagen, die Angst vor dem persönlichen Zusammenbruch, die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust und die damit in Verbindung stehenden Existenznöte.

Die Menschen fühlen sich mehr denn je verlassen. Sie wurden verraten von einer Politik, die die Bürger schutzlos an ein skrupelloses System der Ausbeutung ausgeliefert hat. Ihre Aufgabe wäre es gewesen, die Bankenwelt mit aller Strenge an die Zügel zu nehmen. Doch genau das Gegenteil war und ist der Fall. Dieses „Gewerbe“ genießt Freiheiten, wie kein anderes. Es besitzt förmlich die Lizenz zur Wegelagerei. Damals wurden die Ketten gespannt, heute ist es der Daten-Highway, über den unsere Konten abgeräumt werden. Das politische System hat versagt. Es wurde weitgehend infiltriert und zahlreiche Unternehmungen, Organisationen, Genossenschaften und Medien etc. befinden sich in Geiselhaft der mächtigen Geldinstitute.

Kurzum, die Bankenwelt hat durch das gegenwärtige Geldsystem eine gefährliche, mächtige Waffe in die Hand bekommen, wodurch wir alle erpressbar geworden sind. Es ist daher höchste Zeit, das Geldsystem an sozial-ökonomische Grundsätze zu binden und strenge Regelungen einzuführen, um einer drohenden Bankendiktatur nicht Vorschub zu leisten.